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Gemeinsame Erklärung der dem
Forum Waffenrecht angeschlossenen Verbände,
des DSB und des DJV
15.07.2010
Derzeit werden - wohl initiiert seitens der Fördervereinigung legaler Waffenbesitz e.V. (FvLW) - Unterschriftenlisten bundesweit mit einer Erklärung versandt, in denen sich die Unterzeichnenden mit einem "jetzt reichts" dagegen
verwahren sollen,
"als Sportschützen, Jäger und Waffensammler vehement dagegen, immer wieder
1. mit unserem Tun als Gefahr für die öffentliche Sicherheit diffamiert zu werden und deshalb
2. in regelmäßiger und unregelmäßiger Folge von einem freiheitlichen Bürgerrechtsstaat Hohn sprechenden Gesetzesverschärfungen überzogen zu werden sowie
3. irrational hohen Gebühren und Abgaben belegt zu werden."
Die Dachverbände der Jäger (DJV) und Sportschützen (DSB) und die im Forum Waffenrecht zusammengefassten Verbände sprechen sich eindeutig gegen eine derartig pauschale und verallgemeinernde Auseinandersetzung mit der Politik aus. Wer soll denn der Adressat dieser Erklärung sein?
Seitens der obigen Dachverbände wurden in Stuttgart bereits zielführende Gespräche geführt.
Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg hat sich eindeutig gegen eine derartige Steuer ausgesprochen!
Die Koalition in Berlin hat im Koalitionsvertrag eindeutig eine weitere Verschärfung des Waffenrechts in der laufenden Legislaturperiode ausgeschlossen.
Die Stadt Stuttgart, die derzeit als einzige Großstadt diese Steuer diskutiert, wird sich, angesichts des leeren Stadtsäckels, wohl kaum von Unterschriften aus Köln oder München beeindrucken lassen.
Derart populistische "Angriffe" auf die vermeintlich so feindliche politische Kaste dienen eher dem "Bauchgefühl" der Initiatoren der Unterschriftenliste, als einer sinnvollen politischen Auseinandersetzung. Derartige "Schwarmschüsse", unabgestimmt und zur Unzeit, sind das Gegenteil sinnvoller konstruktiver Verbandsarbeit.
Derzeit wird auf Veranlassung der obigen Dachverbände ein Gutachten zur Waffensteuer erstellt, das die rechtlichen Fragen der Zulässigkeit einer derartigen Steuer klärt. Das Ergebnis wird in wenigen Tagen vorliegen, dann wird über die weiteren Maßnahmen entschieden.
Mit freundlichen Grüssen
VDB - Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e.V.
Es gibt mittlerweile sehr viele intolerante Zeitgenossen, die ob solchen Ansinnens den Kopf, oder was sie dafür halten, verständnislos schütteln und gleich dem jeweiligen Interessenten sexuelle Minderwertigkeit bescheinigen wollen, weil sie meinen, in der modernen Demokratie müsste doch einiges radikal verboten sein, nur passt das nicht in einen „demokratischen“ Rahmen. Intoleranz ist das Gütesiegel unserer Volksgenossen untereinander und füreinander. Eher bekommt ein halbverwester Goldhamster noch eine aufwendige Dialyse, bevor die anscheinend allwissenden Mitbürger sich gegenseitig akzeptieren. Eines ist Fakt und sollte gut verstanden werden: Ein Waffenbesitzverbot für Privatpersonen zum Schutze der Allgemeinheit ist nicht nur illusorisch sondern auch verfassungsfeindlich. Das beste Beispiel ist England, in dem zwar alle Faustfeuerwaffen jetzt verboten sind, die Kriminalität aber auch gleich um 50% gestiegen ist, weil man keine Gegenwehr befürchten muß. Und Waffen nur in Händen der Staatsdiener ? Demokratie heißt doch: alle Gewalt geht vom Volke aus. Bei einem waffenlosen Volk welche Gewalt dann noch ? Nur ein zarter Hinweis für alle diejenigen, die meinen, Museumsbesuche lohnen nur noch für senile Alzheimer, da Geschichte im Fernsehen vorgelebt und manifestiert ist:
Alle Sammlungen, die man in Museen bestaunen kann, sind Ergebnisse der akribischen Sammelleidenschaft unserer teilweise schon verblichenen Mitbürger. Nur so kann man in unserer Konsum- und Neuwertegesellschaft noch etwas retten, das einer anderen Epoche entstammt, die sich nicht durch Watte- und Matschbrötchen mit platten Brätlingen oder stilisierten Zeichentrickmäusen gezeichnet ist. Sammler sind also in erster Linie KULTURBEWAHRER ! Denken Sie daran, dass man gerade verzweifelt versucht, „unsere Kultur“ auf dem Balkan den Ignoranten hinterher zu schießen, egal wie sie auch immer strukturiert und coloriert sind.
So bleibt also auch hier später gewissen Interessenten ein historisch bedenkliches Gebiet, traurige Geschichte zu dokumentieren.
Wie dem auch sei: anerkannt wird eine Sammlung laut Waffengesetz und den entsprechenden Verwaltungsvorschriften und Durchführungsverordnungen, wenn sie ein “Kulturhistorisch - bedeutsames Thema” ( z.B. die Seitenbewaffnung deutscher Heere von 1871 bis 1945 oder: die Revolver der Gauchos in Mexico) beinhalten, obwohl manche Behörden sich immer noch in einer zeitgenössischen Gegenwart wähnen, wenn das Jahr 1945 auftaucht. Kreuz und quer können Sie hier in diesem unserem Lande leider nicht sammeln, z.B. was Ihnen gerade so gefällt. Sie müssen zum Antrag eines Sammelpasses (Waffenbesitzkarte für Waffensammler) ein Gutachten eines Sachverständigen beilegen, der Ihnen die entsprechende geprüfte Sachkenntnis im jeweiligen Sachgebiet bescheinigt. Ganz klar, daß Sie volljährig sind, nicht vorbestraft und im Vollbesitz der geistigen Kräfte. Sie müssen dafür Sorge tragen, daß die Waffen gut gesichert sind ( Waffenkammer oder Tresor, je nach Volumen) und daß diese nicht in Hände Unberechtigter gelangen. Alles klar ?
Im übrigen ist das also nicht unmöglich, es gibt eine ganze Menge Waffensammler in unserer Republik. Aber...alles ist mit Aufwand an Zeit, Nerven und Geld verbunden. Wertvolle Tips dazu bekommen Sie beim VDW (Verband f. Waffentechnik und -Geschichte), 40477 Düsseldorf, Klever Straße 80, 0211- 464844. Rufen Sie dort mal an.